Huawei präsentiert auf dem MWC 2026 neue KI-Lösungen für Netzwerkbetreiber

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[Barcelona, 23. März 2026] Auf dem Mobile World Congress (MWC) Barcelona 2026 präsentierte Huawei unter dem Motto „Advancing All Intelligence" ein umfassendes Portfolio an KI-zentrierten Lösungen – von der Datenverarbeitung über intelligente Netzwerke bis hin zu leistungsstarken Computing-Infrastrukturen. Zentrales Highlight war die offizielle Vorstellung der KI-Datenplattform von Huawei. Sie dient künftig als Brücke zwischen Modell und Praxis.

 

Obwohl KI-Modelle technologisch rasant voranschreiten, sind sie in der Praxis bei Netzbetreibern bislang kaum in Kerndienste integriert – unter anderem, weil der Fokus bisher stärker auf dem Training als auf der für den produktiven Einsatz entscheidenden Inferenz lag. Die neue „3+1"-Plattform adressiert genau diese Lücke mit drei Kerntechnologien:

 

·        Wissensgenerierung und -abruf: Multimodale Inhalte wie Text, Bilder und Videos werden verlustfrei geparst und auf Token-Ebene kodiert, was eine Abrufgenauigkeit von über 95 % ermöglicht – ideal für intelligente Suchanwendungen.

·        Speicherextraktion und -abruf: Durch personalisierte und erfahrungsbasierte Speicherinhalte (episodisches Gedächtnis) können Modelle Nutzerabsichten besser verstehen und Aufgaben strukturiert aufteilen, wodurch Modelle im praktischen Einsatz deutlich leistungsfähiger werden.

·        Key-Value Cache (KV-Cache) für beschleunigte Inferenz: Intelligentes Tiering und Management des KV-Cache erweitert das Kontextfenster erheblich und reduziert Wiederholungsberechnungen. Das Ergebnis: Die Zeit bis zur ersten Antwort (time to first token, TTFT) sinkt um bis zu 90 %.

 

Die übergreifende Steuerungssoftware Unified Cache Manager (UCM) koordiniert alle drei Cache-Ebenen und sorgt für eine intelligente Datenverwaltung über den gesamten Lebenszyklus. Die Plattform ist in zwei Modi verfügbar: einem Appliance-Modus für Neuinstallationen (Greenfield, auf Basis des OceanStor A800 für starke Leistung und maximale Skalierbarkeit) sowie einem unabhängigen Modus für bestehende Infrastrukturen auf Basis von KI-Daten-Engine-Knoten und OceanStor Dorado-Speichern, die durch weitere Daten-Engine-Knoten nachgerüstet werden können, ohne Investitionsschutz zu gefährden.

 

KI-zentrierte Netzwerke: Dreischichtige Intelligenz

 

Parallel dazu stellte Huawei verbesserte Netzwerklösungen für das „Zeitalter der Agenten“ vor. Huawei integriert KI dabei auf drei Ebenen direkt in Netzwerke:

 

·        Serviceebene: Multi-Agent-Plattformen ermöglichen KI-gesteuerte Transformation von Kerndiensten wie Sprache, Internetzugang und Heimbreitband.

·    Netzwerkebene: Huaweis Phase 1 der L4-Lösung für autonome Netzwerke (ADN) ist bereits in mehr als 130 Telekommunikationsnetzen weltweit kommerziell im Einsatz und verbessert Betriebseffizienz sowie Netzwerkqualität deutlich.

·        Netzwerkelement-Ebene: Innovationen bei RAN-Algorithmen, intelligenter Diensterkennung und einheitlicher Dienststeuerung steigern Energie- und Spektraleffizienz sowie Netzwerkresilienz.

 

Ergänzend präsentierte Huawei All-Szenario-Produkte im U6-GHz-Band, die 5G-Advanced-Netzbetreibern helfen sollen, steigende Anforderungen durch mobile KI-Anwendungen zu bedienen und gleichzeitig den Grundstein für den reibungslosen Übergang zu 6G zu legen. Bereits heute zählt 5G-A weltweit rund 70 Millionen Nutzer. In China hat Huawei Netzbetreibern bereits dabei geholfen, 270 Städte mit 5G-A abzudecken.

 

SuperPoD-Cluster: Rechenleistung für die KI-Ära

 

Erstmals außerhalb Chinas zeigte Huawei seine SuperPoD-Computing-Cluster, darunter den Atlas 950 SuperPoD für KI-Workloads, den TaiShan 950 SuperPoD für allgemeine Rechenanwendungen, den Atlas 850E SuperPoD sowie die Server TaiShan 500 und TaiShan 200. Die neue UnifiedBus-Technologie für SuperPoD-Verbindungen adressiert den wachsenden Bedarf an hoher Rechenleistung bei geringer Latenz – ein entscheidender Faktor, da KI-Modelle mit Billionen von Parametern und agentenbasierte KI zunehmend in Produktionssysteme einziehen. Huawei betont dabei sein Bekenntnis zu Open Source und einem offenen Computing-Ökosystem.